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Sagenhafter Titisee

Einer Sage zufolge soll der schönste und größte Natursee des Schwarzwaldes, der Titisee, seinen Namen von dem römischen Feldherrn Titus erhalten haben, als dieser mit seinem Heer am Seeufer lagerte. Weil ihn die Schönheit des Gewässers zutiefst beeindruckte, soll er ihm sofort seinen Namen gegeben haben. Wie dem auch sei, fest steht, dass der Name “Titinsee” erstmals in einer Urkunde des Jahres 1050 auftauchte.

Der Zusammenschluss mit der benachbarten Stadt Neustadt erfolgte 1971 im Zuge der Kommunalreform. Der neuen Doppelstadt schlossen sich wenig später die Dörfer Waldau, Rudenberg, Langenordnach und Schwärzenbach an.

Für die Weiler und Gehöfte, die im Bereich des Sees entstanden, wurde bis 1929 die Bezeichnung “Vierthäler” verwendet nach den vier Tälern Altenweg, Jostal, Spriegelsbach und Schildwende. Erst dann erhielt die Ortschaft, die mit der Entwicklung des Schwarzwaldtourismus zu einem hochfrequentierten und international bekannten Ferienzentrum aufstieg, ihren Namen nach dem sagenumwobenen See.

Im Gegensatz zum Stadtteil Titisee hatte Neustadt bereits im Mittelalter eine zentrale Verwaltungs- und Wirtschaftsfunktion. Hier wurde von den Fürsten zu Fürstenberg im 13. Jahrhundert eine Zoll- und Amtsstelle eingerichtet. Erstmals ist von Neustadt in einer Urkunde des Jahres 1275 die Rede. Der durch seinen Waldbesitz reiche Ort erhielt 1398 die Stadtrechte verliehen.

1447 wurde das Marktrecht bestätigt. Die örtliche Wirtschaft basierte auf dem Holzreichtum und wurde durch das Waldgewerbe geprägt. Im Zuge der Industrialisierung entwickelten sich im 19. Jahrhundert Uhrmacherei und Uhrenhandel zu führenden Gewerbezweigen, nachdem bereits 1664 im Ortsteil Waldau von den Gebrüdern Kreutz die erste Schwarzwälder Uhr gebaut wurde. Es handelte sich um eine auf drei Holzrädern laufende Waaguhr mit nur einem Zeiger.

Neustadt war seit dem Mittelalter auch von verkehrstechnischer Bedeutung. Seit 1516 lag hier eine vorderösterreichische Poststation, der später die Linie der Gebrüder Turn und Taxis folgte. Die Ära der Postkutschen ging 1887 mit der Eröffnung der Höllentalbahn zu Ende. Die Landschaft um Titisee-Neustadt hat den berühmten Maler Hans Thoma zu bedeutenden Werken inspiriert. Bekannt ist sein Gemälde “Wanderndes Bächlein”, das den oberen Teil des Tals von Langenordnach zeigt.

Für Biker sind die Züge mit Fahrrad-Waggons ausgestattet. Kaum ein Wunsch bleibt für die Freizeitgestaltung offen, etwa mit der Bahn zum Wandern, Bahn und Radfahren, Bahn und Baden, Bahn und Ski-Langlauf, Bahn und Wintersport oder Wintererholung. Nirgends sonst stimmt der Slogan "Die Bahn macht´s möglich" so wie bei der Dreiseenbahn. Ausflüge nach Freiburg oder Villingen sind genauso bequem zu unternehmen wie eine Stippvisite in die Weinregion Kaiserstuhl oder ins Markgräflerland